Magenballon Kosten

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Immer wieder ist zu lesen, dass der Anteil der Übergewichtigen in Deutschland nahezu unaufhaltsam steigt. Mittlerweile sind fast 70% der Männer und über 50% der Frauen zu dick. Auch bei Kindern ist eine ähnliche Entwicklung sichtbar. Etwa 15% der Kinder sind übergewichtig, davon über 6% sogar extrem. Angesichts dieser Zahlen wird einem angst und bange. Wo soll das noch hinführen? Das Einsetzen eines Magenballons kann hier Abhilfe schaffen. Doch ab wann gilt man eigentlich als dick?

Ein Anhaltspunkt dafür ist der so genannte BMI. Das Kürzel steht für Body-Mass-Index, zu Deutsch Körpermasseindex. Diese Maßzahl wurde von Adolphe Quételet entwickelt und ist von der Weltgesundheitsorganisation WHO offiziell anerkannt. Der BMI soll einen Hinweis auf mögliches Unter- bzw. Übergewicht geben.

Die Berechnung des BMI ist ganz simpel. Man dividiert das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern.

Beispiel: Ein 1,85 m großer Mann wiegt 80 Kilogramm. Demzufolge beträgt der BMI des Mannes etwa 23,37 kg/m².

Laut Formel stellt sich der Rechenschritt wie folgt dar:

80 kg / (1,8m * 1,8m)² ≈ 23,37 kg/m²

Bei einem BMI < 17,5 kg/m² gilt ein Mensch als untergewicht, unter 16 sogar als stark untergewichtig.

Das Intervall des Normalgewichts ist abhängig vom Geschlecht, da Männer in der Regel einen höheren Anteil von Muskelmasse an der Gesamtkörpermasse als Frauen haben. Das Normalgewicht bei Frauen wird zwischen 19 und 24 kg/m², bei Männern hingegen zwischen 20 und 25 kg/m² angesetzt.

Ein BMI ≥ 25 lässt auf Übergewicht schließen, ein Wert von ≥ 30 impliziert Adipositas.

Auch bei Kindern kann der Körpermasseindex angewandt werden, um eine gesunde Entwicklung des Kindes zu prüfen. Die Intervallgrenzen sind dieselben wie bei den Erwachsenen. Die Körpergröße bei Kindern unter 25 Monaten wird jedoch nicht im Stehen, sondern im Liegen gemessen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlicht BMI-Tabellen. Demnach ist ein Kind mit einer Abweichung von +1 gegenüber dem Standardwert übergewichtig, bei einer Abweichung von +2 gilt es als adipös.

Bei Amputationen ergeben sich aufgrund der fehlenden Körperteile verfälschte Werte. Deshalb muss dies in die Rechnung miteinbezogen werden. Für jeden amputierten Körperteil gibt es einen festgelegten Korrekturwert.

Die Aussagekraft des BMI ist dennoch skeptisch zu bewerten, da er keine Aussage über den Fett- bzw. Muskelanteil zulässt. Ergo geht nicht hervor, ob die betroffene Person übergewichtig oder einfach nur sehr muskulös ist. Wenngleich der BMI daher eher als Richtwert denn als feststehende Größe einzuschätzen ist, liefert er bis zu einem bestimmten Maß trotzdem Aufschluss über die Beurteilung des Körpergewichts.

Update vom 28.04.2010: Wer mehr Informationen zum Thema BMI bei Kinder und einen BMI-Rechner für Kinder sucht wird hier fündig: BMI Kinder

„Ein Dünner überlebt zehn Fette“. So makaber dieses jiddische Sprichwort auch klingen mag, es könnte mehr Wahrheit dahinter stecken, als man denken möchte. Fast die Hälfte aller Menschen in Deutschland ist zu dick.

Die Ursachen für Übergewicht sind vielfältig und nicht mit nur einem Ansatz erklärbar. Neben Essverhaltensstörungen, liegen die häufigsten Ursachen für ein zu hohes Gewicht in Stoffwechselstörungen und genetischen Faktoren. Darüber hinaus kommt sportliche Inaktivität meist noch hinzu, so dass ein Mangel an Energieverbrauch einer hohen Energiezufuhr gegenübersteht. Viele übergewichtige Menschen sehen im „Naschen“ auch eine Art Befriedigung, die leicht zu einer Sucht ausarten kann. Wer Fertigprodukte mit einem hohen Fructose-Anteil zu sich nimmt, regt damit die Fetteinlagerung an und wird dadurch schneller dick. Oft spielen auch psychologische Faktoren eine eminente Rolle. Beispielsweise Depressionen oder Minderwertigkeitskomplexe werden oftmals mit hemmungslosen Essanfällen „bekämpft“.

Ein banaler Grund ist in Deutschland, eigentlich in allen westlichen Ländern, außerdem die dauerhafte und kostengünstige Nahrungsmittelverfügbarkeit. Es ist ganz einfach: Wo viel Essensangebot herrscht, wird viel verzehrt.

Hinzu kommt der mediale Einfluss. Werbungen für Alkoholika, Süßigkeiten, Fastfood und Knabbereien begünstigen die derzeitige Entwicklung zusätzlich.

Adipöse Menschen (BMI ≥ 30) sind einem erhöhten Mortalitätsrisiko ausgesetzt. Sprich, die Lebenserwartung ist gegenüber Normalgewichtigen geringer.

Viele übergewichtige Menschen haben Herz- und Kreislaufprobleme, Gelenkschmerzen aufgrund eines übermäßigen Verschleißes durch eine höhere Belastung und sind stark krebsgefährdet. Nicht selten gehen Krankheiten wie Arthrose, Diabetes oder Bluthochdruck mit Übergewicht einher. Zudem vermindert die Zeugungsfähigkeit. Bei einer Gewichtszunahme von etwa neun Kilogramm steigt die Unfruchtbarkeitswahrscheinlichkeit um zehn Prozent. Ferner leiden Übergewichtige partiell an psycho-sozialen Folgen: Sie grenzen sich selbst aus, weil sie sich in ihrer Haut nicht wohlfühlen, essen in sich hinein und nehmen immer weiter zu. Ein scheinbar niemals endender Teufelskreis.

Update vom 06.04.2010: Bei Übergewicht handelt es sich also keinesfalls um eine Lappalie, sondern um ein ernstzunehmendes Problem. Ist man übergewichtig und möchte wieder schlank werden, sollte man sich auf jeden Fall von einem Arzt beraten lassen.

Die Zahl der übergewichtigen Menschen in Deutschland steigt seit einiger Zeit von Jahr zu Jahr an. Derzeit sind bei rund 83 Mio. Menschen in der Bundesrepublik fast 50% (ca. 39 Mio.) zu dick. Ob das nun an Gendefekten, Essgewohnheiten oder Behäbigkeit liegt, spielt kaum eine Rolle, denn die nackten Zahlen sprechen deutliche Worte. Und die Leidtragenden sind nicht nur die Übergewichtigen selbst, sondern auch der Staat, der etwa 70 Milliarden Euro jährlich für ernährungsbedingte Krankheitsbehandlungen aufbringen muss.

Doch das soll sich in Zukunft ändern. Das deutsche Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und das Bundesministerium für Gesundheit haben deshalb im Jahr 2007 einen Aktionsplan namens „Gesunde Ernährung und Bewegung“ verabschiedet. Ziel dieses Aktionsplans ist es, Fehlernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel und damit verbundenen Erkrankungen vorzubeugen und somit die Kosten zu senken.

Durch den Ausbau attraktiver Bewegungsmöglichkeiten im Wohn- sowie im Arbeitsumfeld sollen die Menschen dazu angespornt werden, mehr Sport zu treiben und diesen zu einem festen Bestandteil des Alltags zu machen. Zudem soll das Sortiment von Kantinenmahlzeiten erweitert und verbessert werden, die Menschen sollen am Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz die Chance auf und Informationen über gesunde Ernährung erhalten. Die eben genannten Programmpunkte sind nur ein kleiner Teil dessen, was sich die Ministerien haben einfallen lassen. Ob durch Aktionspläne, Ernährungsberatungen oder Magenballone, es muss etwas unternommen werden, denn die derzeitige Lage ist erschreckend.

Mehr als die Hälfte unserer transatlantischen Freunde sind zu dick. Ja, ja, die Amis… Noch vor kurzem hätten wir dies vielleicht feststellen können, ohne Gefahr zu laufen, aufs sprichwörtliche Glashaus hingewiesen zu werden. Heute jedoch ist Zurückhaltung angebracht, denn – für den, der es noch nicht weiß: über dreißig Prozent der Deutschen müssten ebenfalls eine paar Pfunde  verlieren, um ihr Normalgewicht zu erreichen. Fettleibigkeit stellt auch bei uns längst kein Randgruppenphänomen mehr da.

Nun leidet nicht jeder, der ein paar Kilos zu viel auf den Rippen hat, an Adipositas – letztere ist eine ernstzunehmende Krankheit, ersteres Phänomen kann sich der Möglichkeit nach auch reiner Faulheit verdanken. So ungefähr würde man es wohl ausdrücken. Jedoch, seit drei Jahren wissen wir um die Existenz eines Fettleibigkeit begünstigenden Gens (FTO). Vielleicht sollten wir unsere diesbezüglichen Vorurteile ein für alle Mal überdenken und wo ginge das besser als bei einem kleinen Verdauungsspaziergang?